Grunderwerbsteuer nach Bundesland

Jedes Bundesland setzt seinen Satz selbst — zwischen 3,50 % und 6,50 %. Bei 350.000 € Kaufpreis sind das rund 10.500 € Unterschied, nur wegen der Adresse. Stand: Juli 2026.

Grunderwerbsteuersätze der 16 Bundesländer und die Steuer bei 350.000 € Kaufpreis
BundeslandSatzSteuer bei 350.000 €Rechner
Bayern3,50 %12.250 €KaufnebenkostenCashflow
Baden-Württemberg5,00 %17.500 €KaufnebenkostenCashflow
Niedersachsen5,00 %17.500 €KaufnebenkostenCashflow
Rheinland-Pfalz5,00 %17.500 €KaufnebenkostenCashflow
Sachsen-Anhalt5,00 %17.500 €KaufnebenkostenCashflow
Thüringen5,00 %17.500 €KaufnebenkostenCashflow
Bremen5,50 %19.250 €KaufnebenkostenCashflow
Hamburg5,50 %19.250 €KaufnebenkostenCashflow
Sachsen5,50 %19.250 €KaufnebenkostenCashflow
Berlin6,00 %21.000 €KaufnebenkostenCashflow
Hessen6,00 %21.000 €KaufnebenkostenCashflow
Mecklenburg-Vorpommern6,00 %21.000 €KaufnebenkostenCashflow
Brandenburg6,50 %22.750 €KaufnebenkostenCashflow
Nordrhein-Westfalen6,50 %22.750 €KaufnebenkostenCashflow
Saarland6,50 %22.750 €KaufnebenkostenCashflow
Schleswig-Holstein6,50 %22.750 €KaufnebenkostenCashflow

Warum der Satz Ihre Rendite bestimmt

Die Grunderwerbsteuer ist der größte Einzelposten der Kaufnebenkosten und der einzige, den Sie nicht verhandeln können. Sie erhöht die Gesamtinvestition, ohne die Miete zu erhöhen — die Nettomietrendite fällt also unmittelbar. Weil Banken Nebenkosten in der Regel nicht mitfinanzieren, kommt der Betrag zusätzlich aus Eigenkapital: 10.500 € Unterschied bedeuten 10.500 € weniger für Tilgung, Rücklage oder das nächste Objekt.

Wie stark das auf den monatlichen Cashflow durchschlägt, rechnen die Regionalseiten mit einer identischen Beispiel-Einheit vor — dort sehen Sie auch, welche Kaltmiete oder welches Eigenkapital nötig wäre, damit sich die Einheit selbst trägt.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Deutschland?

Es gibt keinen bundesweit einheitlichen Satz — jedes Bundesland legt ihn selbst fest. Die Spanne reicht von 3,50 % (Bayern) bis 6,50 % (Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Schleswig-Holstein). Stand: Juli 2026.

Was kostet der Unterschied zwischen den Bundesländern konkret?

Bei einem Kaufpreis von 350.000 € liegen zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Satz rund 10.500 €. Dieses Geld finanzieren Banken in der Regel nicht mit — es muss aus Eigenkapital kommen und erhöht damit direkt die Summe, die Ihre Mieteinnahmen tragen müssen.

Wann wird die Grunderwerbsteuer fällig?

Nach dem notariellen Kaufvertrag setzt das Finanzamt die Steuer per Bescheid fest, üblicherweise mit einer Zahlungsfrist von einem Monat. Erst nach Zahlung erteilt das Finanzamt die Unbedenklichkeitsbescheinigung — ohne sie erfolgt keine Eigentumsumschreibung im Grundbuch.

Kann man die Grunderwerbsteuer senken?

Der Satz selbst ist nicht verhandelbar. Die Bemessungsgrundlage lässt sich aber reduzieren: mitverkaufte bewegliche Gegenstände (Küche, Einbauschränke, Markisen) gehören nicht zum Grundstück und können im Kaufvertrag separat ausgewiesen werden. Bei Eigentumswohnungen zählt außerdem ein übernommenes Instandhaltungsrücklagen-Guthaben nach der neueren Rechtsprechung zum Kaufpreis — hier lohnt der Blick in den Vertrag. Die übrigen Kaufnebenkosten (Notar ~1,50 %, Grundbuch ~0,50 %, Makler ~3,57 %) kommen unabhängig davon hinzu.

Kaufnebenkosten nach Stadt

Angaben nach den Landesgesetzen zur Grunderwerbsteuer, Stand Juli 2026. Sätze können durch Landesgesetz geändert werden — maßgeblich ist der Satz am Tag des notariellen Kaufvertrags. Keine Steuerberatung.